Vor fast auf den Tag genau fünf Jahren begann eine der größten Erfolgsgeschichten des Deutschen Quiz-Vereins: Am 16. Dezember 2020 fand der erste Spieltag der DQV-Online-Liga statt. Was als kleine Zwischenbeschäftigung in einer Zeit ohne Präsenzquiz begann, hat sich zu einem wichtigen eigenständigen Grundpfeiler des deutschen Quizwesens entwickelt. Daher ein dickes Dankeschön an alle, die die Liga organisierend, fragenschreibend oder auch nur mitquizzend am Leben halten! Zur Feier des Tages präsentieren wir noch einmal zehn Fragen aus den Finalsets der ersten sechs Spielzeiten. Und übrigens: Auch wenn es im aktuellen Spielmodus kein Finale mehr gibt, ist derzeit (bis zum 4. Januar 2026) die Anmeldung für die inzwischen achte Saison möglich – also los!
1. Eva Lange widmete den „Frauen, die Geschichte schrieben“ eine eigene Kategorie im Finalset der fünften Saison, unter anderem mit dieser Frage:
Wie hieß die Schoschonin, die Meriwether Lewis und William Clark bei ihrer Expedition zur Pazifikküste als Dolmetscherin und mit ihren Naturkenntnissen zur Seite stand?
2. Im Finale der dritten Saison steuerte Sarah Lang eine Kategorie „Währungen“ bei und fragte dort beispielsweise:
Im Ersten Weltkrieg wurde in Rumänien die Prägung von Münzen zu teuer. In der Folge wurden diese durch Geldscheine ersetzt. 1917 maß der Schein mit dem Nennwert 10 lediglich 33 × 45 mm. Damit ist er bis heute einer der kleinsten Geldscheine aller Zeiten. Welche Währungseinheit ist gesucht? Heute gibt es wieder Münzen, wobei 10 davon einen Wert von ca. 2 Cent haben.
3. Die Fernsehreihe „1000 Meisterwerke“ würdigte Thomas Kolåsæter in der sechsten Saison unter anderem folgendermaßen:
Eines der späteren Werke, die in die Reihe 1000 Meisterwerke aufgenommen wurden, ist dieses Ölgemälde aus dem Jahr 1942. „Es zeigt, was ich mir unter einer Straße bei Nacht vorstelle. Unbewusst, wahrscheinlich, habe ich die Einsamkeit in einer großen Stadt gemalt“, so der Künstler selbst über das Werk. Um welches in New York entstandene Gemälde geht es?
4. Guido Marquardt, der Initiator der Online-Liga, höchstselbst stellte in den Mysteryboxen des ersten Finales die aus Gründen womöglich erinnerungswürdigste Frage der Ligageschichte:
„Once upon a time you dressed so fine / Threw the bums a dime in your prime, didn't you?“ Welches Werk eines noch lebenden Literaturnobelpreisträgers beginnt so?
5. „Say my Name“ hieß Svenja Dahmens Musikkategorie im Finale der zweiten Saison – und gesucht war unter anderem:
„Ich bin perfekt wie ein Gemälde von X“ – Welcher Maler („X“) dient im gleichnamigen 2020er-Song von Alligatoah und Sido als ironisch-lyrischer Vergleich?
6. „Explain a Movie Plot Badly“ hieß eine Kategorie im fünften Saisonfinale – und Patrick Pertsch erwies sich seines Kategorietitels unter anderem mit folgender Handlungsbeschreibung als absolut würdig:
Ein Raumfahrer strandet auf einer unbekannten Welt, wo er sich rasch mit den Einheimischen anfreundet. Nach einem Konflikt mit einem Gesetzeshüter wird er entführt, verstümmelt, durch psychologische Folter zeitweise in seiner geschlechtlichen Identität erschüttert und soll schließlich von seinem Peiniger hingerichtet werden. Jedoch kann ihn der Gesetzeshüter retten und beide fliegen mit einer Rakete in ein neues Zuhause, wo neben einem Kind, einem Hund und einem Schwein auch eine Kartoffel und ein Dinosaurier auf sie warten. Um welchen Film geht es?
7. Natürlich floss stets auch das aktuelle Zeitgeschehen in die Sets der Online-Liga ein – mal sehen, wer die Frage, die Carolin Hauke-Paskuy im dritten Finale in der Kategorie „Influencer“ stellte, auch heute noch beantworten kann:
Wem wurde im Mai 2022 der NEA-Sonderpreis der Stiftung „Deutscher Nachhaltigkeitspreis“ aufgrund eines Skandals um Schutzmasken aberkannt?
8. Eine Kategorie des ersten Finales der Online-Liga hieß passenderweise „Finale“ – und in der zugehörigen Mysterybox-Frage wollte Tobias Ritter wissen:
„Zeig der Welt, dass du besser bist als Messi.“ Mit diesen Worten wechselte Joachim Löw den späteren Siegtorschützen Mario Götze im WM-Finale 2014 ein. Welcher Spieler verließ für Götze den Platz?
9. Mit „Von North Cothelstone Hall nach Middle Fritham“ von Marlis Seelmann gab es in der vierten Saison den vielleicht schönsten Kategorietitel aller Liga-Finals – unter anderem mit der folgenden Frage:
Auf in die Grafschaft Oxfordshire: An einem Hügel in der Nähe des Dorfes Uffington befindet sich ein 107 × 37 m großes Scharrbild, wahrscheinlich geschaffen in der Bronze- oder Eisenzeit: Umrisse und Flächen des Bildes wurden in den Boden gekratzt, bis die Kreideschicht zu sehen war. Warum, weiß kein Mensch. Das Motiv ist nur aus der Luft gut zu erkennen. Welches Tier ist hier in stilisierter Form dargestellt?
10. Kristin Franz schließlich befasste sich im Finale der fünften Saison mit „Voraussagen“ und fragte unter anderem:
Als Dmitri Mendelejew das Periodensystem der Elemente entwickelte, sagte er einige noch nicht entdeckte Elemente voraus, indem er sie u. a. mit ihrem Atomgewicht oder ihrem Atomvolumen beschrieb. Außerdem gab er ihnen vorläufige Namen wie beispielsweise „Eka-Silicium“. Dieses Element wurde dann tatsächlich 1886 von einem Freiberger Chemiker entdeckt und erhielt daraufhin seinen heutigen Namen, der wie lautet?