10 der Woche - 06.09.2026 10 der Woche - September 2026

06.09.2026 00:29

„Ich hab’ mein Herz in Heidelberg verloren…“ – Lena Ahlers hat unlängst die genannte Stadt besucht und gibt nun ihr 10-der-Woche-Debüt mit einem quizzigen Stadtspaziergang, zu dem ihr natürlich alle herzlich eingeladen seid. Viel Spaß!

1. Der Treffpunkt, um unseren Spaziergang durch das märchenhaft anmutende Heidelberg zu starten, ist das „Hotel zum Ritter“ mitten in der Altstadt. Es gilt als das älteste erhaltene Wohnhaus der Stadt und hat mehr als eine große Katastrophe überstanden. 1592 erbaut, beeindruckte es rund 250 Jahre später welchen französischen Schriftsteller? Für seinen wohl bekanntesten Roman wählte er leider nicht den Glöckner der gegenüberliegenden Heiliggeistkirche als Hauptfigur.

2. Sind euch auf dem Weg zu unserem Treffpunkt bereits Hinweise zu Partnerstädten von Heidelberg aufgefallen? Unter anderem die britische Universitätsstadt Cambridge und Palo Alto in den USA reihen sich hier ein. 2025 kam die bedeutendste ukrainische Hafenstadt dazu. Welche am Schwarzen Meer gelegene Stadt suchen wir?

3. Auf dem Rundweg kommen wir am Rathaus vorbei, vor dem die Flaggen mit dem Wappen der Stadt gehisst sind. Auf schwarz-gelben Grund erkennen wir welches Wappentier, das mit roten Krallen und einer roten Krone majestätisch auf einem Berg steht?

4. Apropos Tiere … brüllen hören wir es hier nicht, aber habt ihr auch ständig dieses schrille Pfeifen, fast schon Kreischen im Ohr? Wenn ihr genau hinseht, dann entdeckt ihr in den Bäumen den Ursprung dafür. Diese Geräusche sind für die Einwohner aber schon seit über 50 Jahren Alltag. Welcher grün gefiederte Vogel mit dem ornithologischen Namen Psittacula krameri, ursprünglich beheimatet in Asien und Afrika, lässt sich in der Region häufiger finden?

5. Lasst uns doch eine kurze Pause von dem Spaziergang durch diese romantische Stadt machen und eine Kleinigkeit naschen. Das haben wir uns verdient. Wie wäre es mit der bekanntesten Praline der Gegend? Der „Heidelberger XX“ soll von einem wohl sehr humorvollen Chocolatier erfunden worden sein. In seinem Laden trafen sich der Legende nach oft junge Damen und Herren aus der nahen Universität, durften aber den gesuchten Begriff unter den wachsamen Augen von Gouvernanten leider nicht wirklich austauschen und griffen so symbolisch auf die kleine gesuchte Leckerei zurück.

6. Bleiben wir doch thematisch gleich an der Universität. Dass sie die älteste Uni des Landes ist, das brauche ich euch Quizzern sicherlich nicht erzählen. Einige namhafte Wissenschaftler haben hier ihre Anfänge unternommen, Nobelpreise für Chemie und Physik folgten. Unter anderem im Jahr 2005 für Theodor Wolfgang Hänsch für die Entdeckung welches Hilfsmittels, mit dem man die Frequenz von Licht präziser als je zuvor messen kann? Setzt man die Messergebnisse nebeneinander, sehen sie aus wie die Zinken eines Alltagsgegenstandes, den wir sicherlich alle in unseren Badezimmern haben. Er nannte diese Erfindung „Frequenz-XX“.

7. Natürlich durfte diese malerische Stadt auch schon für einige Filmprojekte herhalten. Zum Beispiel in den 1920er Jahren für den Stummfilm Ich war zu Heidelberg Student oder für den 60er-Jahre-Streifen Nackt unter Leder mit Alain Delon. Um die Jahrtausendwende haben Franka Potente und Benno Fürmann für einen Thriller vor der Kamera gestanden, der zwar in Heidelberg spielt, aber hauptsächlich in anderen Städten gedreht wurde. Welcher Teilbereich der Medizin war namensgebend für den Film? Wer die altgriechischen Begriffe für „auf“ und „Schnitt“ kennt, ist der Lösung schon sehr nahe.

8. Wir spazieren nun über die Karl-Theodor-Brücke, besser bekannt als die „Alte Brücke“, und sehen die langsam untergehende Sonne, die sich in welchem 362 km langen Fluss spiegelt?

9. Der Tag neigt sich dem Ende zu und wir laufen im Sonnenuntergang nun welchen berühmten Panoramaweg entlang? Auch bedeutende Dichter und Denker wie Friedrich Hölderlin oder Joseph von Eichendorff sollen hier schon entlanggegangen sein und über das Leben, das Universum und den ganzen Rest geredet haben. Entsprechend bekam diesen Weg den Namen „XX-Weg“ und regt sicherlich auch heute noch die Besucher zum Denken an.

10. Zum Abschluss des Spaziergangs stoßen wir an, und zwar mit einem Getränk, das bei den Heidelberger Studenten äußerst beliebt ist. Ich serviere euch ein Glas mit leuchtend grünem Likör, einer Mischung aus Wodka und dem Aroma welcher ca. 2 kg schweren Frucht mit grünlich-weißem Fruchtfleisch? Rezepttipp: Wer nun keinen Alkohol trinken mag, der kann die Frucht selbst auch mit Schinken umwickelt genießen.

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