10 der Woche - 08.03.2026 10 der Woche - März 2026

08.03.2026 00:06

Die Präsenz und Sichtbarkeit von Frauen zu fördern, ist uns nicht zuletzt im Quiz ein immer wieder diskutiertes Anliegen. Am Internationalen Frauentag stellt uns Lea Schönberger zehn Fragen zu Wissenschaftlerinnen und ihrem Wirken – manche bekannt, manche zu Unrecht übersehen. Wir wünschen viel Freude und viele Erkenntnisgewinne!

1. Dass Marie Skłodowska-Curie unter anderem wegen ihrer Entdeckung der Radioaktivität sowie der Elemente Radium und Polonium zweifache Nobelpreisträgerin war, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein. Leer ging hingegen welche Forscherin aus, die zusammen mit ihren Mitarbeitern die theoretische Erklärung für die Kernspaltung lieferte und als erste Frau in Deutschland eine Professur für Physik bekleidete?

2. Was erforschte die im Oktober 2025 verstorbene britische Wissenschaftlerin Jane Goodall, die für ihre Pionierarbeit und ihr Engagement mit der Presidential Medal of Freedom und zahlreichen weiteren Ehrungen ausgezeichnet wurde?

3. Auch (im weitesten Sinne) im Kontext von Bäumen hat die Informatikerin Radia Perlman gearbeitet, die mit der Entwicklung des Spanning Tree Protocol dafür gesorgt hat, dass welche Grundlage unserer modernen Welt stabil funktioniert? Die Funktionsweise ihres Algorithmus hat sie übrigens in Gedichtform festgehalten.

4. Kennt man das Gedicht Trees von Joyce Kilmer („I think that I shall never see / A poem lovely as a tree […]“), lässt sich in Hinblick auf Radia Perlmans Gedicht Algorhyme („I think that I shall never see / A graph more lovely than a tree […]“) welcher von der Literaturwissenschaftlerin Julia Kristeva geprägte Begriff für die bewusste, aber nicht explizit markierte Bezugnahme eines Textes auf einen anderen verwenden?

5. Dass Wissenschaftlerinnen nicht notwendigerweise Fachidiotinnen sein müssen, sondern sich durchaus souverän auf verschiedenen Gebieten bewegen können, zeigt nicht nur die aus The Big Bang Theory bekannte Schauspielerin und Neurowissenschaftlerin Mayim Bialik, sondern auch welche als „schönste Frau der Welt“ vermarktete Technikpionierin? Die in die USA emigrierte Wienerin war nicht nur als Schauspielerin erfolgreich, sondern entwickelte auch das Konzept einer Funksteuerung für Torpedos, das als Grundlage für heutige drahtlose Kommunikation etwa über Bluetooth und WLAN dient.

6. Solche Technologien hätten im 17. Jahrhundert wohl noch wie Science Fiction geklungen, hätte es diesen Begriff damals schon gegeben. Als Proto-Science-Fiction oder zumindest utopischen Roman einzuordnende Literatur gab es hingegen schon, zum Beispiel das Werk The Description of a New World, Called The Blazing-World, verfasst 1666 von einer Frau, die sowohl Naturforscherin als auch Philosophin war. Wie lautet ihr Name? Virginia Woolf gilt als Wiederentdeckerin ihrer Schriften – ob darin allerdings Bananen vorkamen, ist der Fragenautorin nicht bekannt.

7. Wissenschaftlerinnen im Bereich der Medizin und Pharmazie wird spätestens seit der Covid-19-Pandemie mehr Aufmerksamkeit zuteil; so dürfte etwa der Name der Co-Gründerin von BioNTech, Özlem Türeci, recht geläufig sein. Krankheiten, die große Teile der Welt gefährden, gibt es jedoch schon lange. Für ihre Forschung zur Bekämpfung welcher Infektionskrankheit, die von der Gattung Plasmodium hervorgerufen wird, erhielt die chinesische Pharmakologin Tu Youyou im Jahr 2015 den Medizin-Nobelpreis?

8. Dass die Raumfahrt auf den Schultern von Riesinnen steht, hat der Film Hidden Figures (2016) eindrücklich gezeigt, der unter anderem die Beiträge von Katherine Johnson, Dorothy Vaughan und Mary Jackson zur ersten bemannten Raumfahrtmission der USA würdigt. Auch Margaret Hamilton, die leitende Softwareingenieurin der Apollo-Programme, wurde zum 50. Jubiläum der ersten bemannten Mondlandung bekannter. Frauenpower gab es jedoch nicht nur hinter den Kulissen: Die Kosmonautin Walentina Tereschkowa schrieb 1963 als erste Frau im Weltraum Geschichte; gerade erst geboren war da die Ingenieurin Kalpana Chawla, die erste Frau mit indischen Wurzeln im Weltraum, die im Jahr 2003 bei welchem Unglück ums Leben kam?

9. Partielle Differentialgleichungen spielen nicht nur in der „Rocket Science“ eine große Rolle, sondern in vielen Bereichen unseres Lebens. Bei ihrer Lösung ist bisweilen der häufig so bezeichnete Satz von Cauchy relevant, inzwischen auch Satz von Cauchy-XXX genannt, um die Mitentwicklerin angemessen zu würdigen. Für den Nachnamen welcher Mathematikerin steht XXX? Sie war die erste Mathematikprofessorin der Welt, setzte sich für die Bildung von Frauen ein und war obendrein als Schriftstellerin aktiv.

10. Dass hinsichtlich der Chancengleichheit im Wissenschaftssystem noch Verbesserungsbedarf besteht, zeigt sich auch daran, dass laut Statistischem Bundesamt der Anteil der Professuren, die durch Frauen besetzt sind, bei gerade einmal einem Drittel liegt. Um mehr Frauen den Weg zur Professur zu ermöglichen, gründete welche deutsche Nobelpreisträgerin eine Stiftung, die Wissenschaftlerinnen mit Kindern unterstützt?

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