EQC 2019 in Sofia

25.11.2019 16:47 - Guido Marquardt

Sofia 

Bei den Europäischen Quizmeisterschaften 2019, die vom 8. bis 10. November in der bulgarischen Hauptstadt Sofia stattfanden, gab es wie im Vorjahr 16 deutsche Teilnehmer.

 

Nationencup und Aspirational Cup

Das Quizwochenende begann traditionell mit der Qualifikationsrunde zum Nationencup am Freitagnachmittag. Für Nicht-Nationalteams diente das Quiz gleichzeitig als Qualifikation zur Finalrunde des Aspirational Cup.

Das deutsche Nationalteam trat auch dieses Jahr in der Besetzung Sebastian Klussmann, Holger Waldenberger, Sebastian Jacoby und Manuel Hobiger an. Im 19-Nationen-Teilnehmerfeld rangierte das deutsche Team nach 100 Fragen mit 57 korrekten Antworten auf dem 8. Platz.

Team A Das A-Team - wo ist Mr. T?

 

Im Halbfinale und Finale gab es dieses Jahr keine Überraschungen. England gewann sein Halbfinale gegen Irland (66:54) und Belgien sein Halbfinale gegen Norwegen (58:49), so dass das Finale zum 13. Mal in der 16-jährigen Geschichte des Wettbewerbs England gegen Belgien lautete. Dort setzte sich erneut England durch (93:73) und konnte somit seinen 11. Titel feiern. Im kleinen Finale gewann Norwegen 58:49 gegen Irland.

 

Die Endergebnisse der Nationenwertung
Platz Land Punkte
in der Qualifikationsrunde
1 England 75
2 Belgien 72
3 Norwegen 71
4 Irland 70
5 Estland 70
6 Kroatien 63
7 Frankreich 61
8 Deutschland 57
9 Wales 55
10 Serbien 51
11 Dänemark 50
12 Rumänien 49
13 Bulgarien 49
14 Schottland 47
15 Schweiz 44
16 Österreich 44
17 Portugal 40
18 Niederlande 38
19 Ungarn 37

 

Die deutschen Teilnehmer, die nicht in der Nationalmannschaft spielten, nahmen im parallel mit denselben Fragen ausgetragenen Aspirational Cup teil. Bei insgesamt 32 Teams landete Deutschland B (Mario Abel, Roland Knauff, Dirk Vielhuber, Thorsten Zirkel) in der Qualifikationsrunde mit 41 Punkten auf dem 20. Platz. Weitere Teams mit deutscher Beteilung waren Alba Forces mit Jörg Wunsch, Claudia Lösch (Österreich), Andreas Stolz (Österreich) und Uldis Apsalons (Lettland) auf Platz 24 (34 Punkte) sowie Captain Femmetastic & Some Dude mit Vanessa Engelhardt, Annegret Schenkel, Sarah Wieding und Florian Dirr auf Platz 31 (21 Punkte).

B-Team Keinesfalls zweitklassig: Team Deutschland B (mit Andy Östreich)

Weitere Fraglos das deutsche Team mit dem besten Namen: Captain Femmetastic & Some Dude

 

Einzelmeisterschaft

Im Einzelquiz gab es dieses Jahr einen neuen Namen in der Siegerliste. Ian Bayley konnte dank eines starken Finales Kevin Ashman noch abfangen und gewann seinen ersten Einzeltitel. Tero Kalliolevo landete auf dem dritten Platz. Es war eine sehr enge Entscheidung, letztlich lagen nur 2 Punkte zwischen Platz 1 und 5.

Als bester Deutscher landete Holger Waldenberger auf dem 26. Platz.

Die Einzelergebnisse im Überblick
Platz Name Land Punkte
ohne Finale
Punkte
mit Finale
1 Ian Bayley England 82 110
2 Kevin Ashman England 87 109
3 Tero Kalliolevo Finnland 81 109
4 Pat Gibson England 81 109
5 Mark Grant Wales 84 108
6 Dean Kotiga Kroatien 79 107
7 Didier Bruyere Frankreich 81 105
8 Igor Habal Estland 84 104
9 Lorcan Duff Irland 80 104
10 Olav Bjortomt England 80 104
  Deutsche Teilnehmer:      
26 Holger Waldenberger   73  
31 Sebastian Jacoby   72  
87 Manuel Hobiger   60  
101 Sebastian Klussmann   55  
102 Dirk Vielhuber   55  
122 Thorsten Zirkel   52  
127 Roland Knauff   51  
133 Jörg Wunsch   50  
133 Mario Abel   49  
144 Andy Östreich   49  
163 Peter Meiners   45  
174 Janneta Kat   40  
189 Vanessa Engelhardt   32  
191 Florian Dirr   29  
194 Annegret Schenkel   29  
201 Sarah Wieding   18  

 

Spezialistenquiz

Als weitere Einzelwettbewerbe gab es Spezialistenquiz in vier Themengebieten. Von den zwölf verschiedenen Themengebieten standen dieses Jahr die vier Themen Wirtschaft, Darstellende Künste, Fernsehen und Geografie auf dem Programm, wobei die beiden Erst- und Letztgenannten jeweils gleichzeitig ausgetragen wurden. Jedes Quiz bestand aus 50 Fragen.

Die besten Ergebnisse aus deutscher Sicht waren der 6. Platz in Wirtschaft für Sebastian Klussmann (24 Punkte), in Darstellenden Künsten Platz 29 durch Dirk Vielhuber (25 Punkte), in Fernsehen Platz 42 für Vanessa Engelhardt (10 Punkte) und in Geografie der 21. Platz für Holger Waldenberger (30 Punkte).

Konzentrierte Wettbewerbsatmosphäre

 

Doppelmeisterschaft

Im Doppelwettbewerb ging der Sieg dieses Jahr zum achten Mal an das englische Doppel aus Kevin Ashman und Pat Gibson, die 86 von 100 Fragen korrekt beantworten konnten. Didier Bruyere und Ian Bayley platzierten sich mit 83 Punkten auf Platz 2, gefolgt von den außer Konkurrenz startenden US-Amerikanern Steven Perry und Tim Polley (82 Punkte). Bronze in der EM-Wertung ging an die Engländer David Stainer und Olav Bjortomt (ebenfalls 82 Punkte).

Das beste Doppel mit deutscher Beteiligung, Holger Waldenberger und Dorjana Širola (Kroatien), landete auf Platz 9 (79 Punkte). Die weiteren Doppel mit deutscher Beteiligung:

23. Roland Knauff und Sebastian Jacoby, 71 Punkte

25. Sebastian Klussmann und Dave McBryan (Irland), 70 Punkte

37. Dirk Vielhuber und Lorcan Duff (Irland), 65 Punkte

54. Manuel Hobiger und Thorsten Zirkel, 57 Punkte

86. Jörg Wunsch und Andreas Stolz (Österreich), 45 Punkte

93. Mario Abel und Andy Östreich, 42 Punkte

95. Janneta Kat und Peter Meiners, 41 Punkte

97. Vanessa Engelhardt und Claudia Lösch (Österreich), 39 Punkte

99. Florian Dirr und Morten K. Pedersen (Dänemark), 38 Punkte

103. Sarah Wieding und Annegret Schenkel, 32 Punkte

 

Teamquiz

Im Teamquiz am Samstagabend gelang es Sebastian Klussmann mit seinem Team Sage Supercilia (mit dem Esten Igor Habal, dem Iren Mark Henry und dem US-Amerikaner Mark Ryder), den Vorjahrestitel mit starken 76 von 100 möglichen Punkten zu verteidigen und dabei die weiteren Teams erneut recht deutlich zu distanzieren. Auf dem zweiten Platz landete mit 71 Punkten Broken Hearts (Ian Bayley, Olav Bjortomt, beide England; Mark Grant, Wales; Didier Bruyere, Frankreich). Der dritte Platz ging mit 69 Punkten an Milhous Warriors (Kevin Ashman, Pat Gibson, Tim Westcott, alle England; Sean O’Neill, Wales).

Weitere Teams mit deutscher Beteiligung landeten auf folgenden Plätzen:

5.   Europalia (Holger Waldenberger; Dorjana Širola, Kroatien; Thomas Kolåsæter, Norwegen; Derk de Graaf, Belgien), 67 Punkte

30. The Sofialists (Thorsten Zirkel, Manuel Hobiger; Céline Marlot, Jérôme Vachet, beide Frankreich), 48 Punkte

32.  We drink and we know things (Sebastian Jacoby, Roland Knauff, Andy Östreich, Vanessa Engelhardt), 47 Punkte

46.  Rix Lis Muc (Jörg Wunsch, Dirk Vielhuber; Dalila Xavier, Portugal; Uldis Apsalons, Lettland), 37 Punkte

47.  C‘thulu von der Leyden (Janneta Kat, Annegret Schenkel, Sarah Wieding, Mario Abel), 36 Punkte

Sage Supercilia Erfolgreiche Titelverteidiger

 

Vollständige Ergebnisse

Die detaillierten Ergebnisse lassen sich auf der offiziellen Webseite (http://www.europeanquizzingchampionships.com/) der Veranstaltung einsehen.

 

Eingehende Analyse

 

Nächste Quizeuropameisterschaft

Im nächsten Jahr wird die Quizeuropameisterschaft im Rahmen der Quizolympiade vom 5. bis 8. November im polnischen Krakau stattfinden.

Bis zum nächsten Mal!

 

Text: Manuel Hobiger

Dämmerungsstimmung

Alle Bilder von Ronald Matthes - vielen Dank!