EQC 2015 in Rotterdam

26.02.2017 01:36 - Vanessa Engelhardt

Die 12. Quizeuropameisterschaft (European Quizzing Championships) fand vom 6. bis 8. November 2015 in Rotterdam statt, passenderweise in einem Hotel, das Brainpark hieß. Auch dieses Jahr waren wieder zehn deutsche Quizzer dabei.

Nationencup und Aspirational Cup

Den Auftakt zum Quizwochenende bildete auch dieses Jahr wieder die Qualifikationsrunde zum Nationencup am Freitagnachmittag. Alle Quizzer, die nicht für ihre jeweiligen Nationalteams antraten, spielten zeitgleich dasselbe Quiz als Qualifikation zum Aspirational Cup.

​Für die deutsche Nationalmannschaft traten dieses Jahr die selben Spieler wie letztes Jahr an: Sebastian Klussmann, Holger Waldenberger, Thorsten Zirkel und Manuel Hobiger. Sie hatte dieses Jahr Probleme, sich gegen die stark aufspielende Konkurrenz zu behaupten. Nach 100 Fragen landete sie auf einem enttäuschenden 11. Platz. Am selben Abend konnte dieser 11. Platz durch einen 30:27-Sieg gegen Portugal wenigstens behauptet werden.

Im Halbfinale setzten sich Belgien gegen Norwegen und England gegen Estland durch, so dass es erneut zum schon fast traditionellen Showdown zwischen Belgien und England im Finale kam. Bis zur letzten Frage blieb offen, wer gewinnen würde. Am Ende hatte jedoch erneut England das glücklichere Ende für sich und gewann mit 87:83.

Die Endergebnisse der Nationenwertung:

Platz

Land

Platzierung in der Qualifikationsrunde

Punkte in der Qualifikationsrunde

1.

England

2.

79

2.

Belgien

1.

81

3.

Estland

3.

72

4.

Norwegen

4.

69

5.

Irland

6.

58

6.

Niederlande

8.

55

7.

Frankreich

5.

61

8.

Schottland

7.

56

9.

Wales

10.

53

10.

Kroatien

9.

53

11.

Deutschland

11.

51

12.

Portugal

12.

48

13.

Dänemark

13.

45

14.

Ungarn

15.

37

​15.

​Rumänien

​14.

​36

 

Die deutschen Teilnehmer, die nicht in der Nationalmannschaft spielten, nahmen im parallel mit denselben Fragen ausgetragenen Aspirational Cup teil. Team Deutschland B (Rudi Mewes, Pascal Bothe, Marie-Louise Finck, Eva Weingart), landete mit bei 25 Teams am Ende auf dem 24. Platz.

Einzelmeisterschaft

Im Einzelquiz konnte sich dieses Jahr kein deutscher Quizzer für den Finaltisch qualifizieren. Mit 68 Punkten in der Qualifikation verpasste Holger Waldenberger ihn um 2 Punkte. Er landete auf dem 12. Platz. Den Titel sicherte sich dieses Jahr erneut Olav Bjortomt, dem das Kunststück gelang, seine Konkurrenten am Ende um 12 Punkte zu distanzieren. Nach 2010 und 2014 war es sein dritter Titel.

Drei weitere deutsche Quizzer erreichten Top-100-Platzierungen. Sebastian Klussmann erreichte mit 58 Punkten und dem 49. Platz sein bestes EQC-Ergebnis. Manuel Hobiger landete dieses Jahr auf dem 68. Platz, Thorsten Zirkel auf dem 84.

Die Einzelergebnisse im Überblick:

Platz

Name

Land

Punkte ohne Finalrunde

Punkte mit Finalrunde

1.

Olav Bjortomt

ENG

84

116

2.

Ronny Swiggers

BEL

74

104

3.

Pat Gibson

ENG

77

103

4.

Didier Bruyère

FRA

76

102

4.

Kevin Ashman

ENG

74

102

6.

Tero Kalliolevo

FIN

74

100

7.

Thomas Kolåsæter

NOR

70

96

8.

Igor Habal

EST

72

94

9.

Tom Trogh

BEL

70

88

10.

Paul Sinha

ENG

70

86

 

 

 

 

12.

Holger Waldenberger

DEU

68

 

49.

Sebastian Klussmann

DEU

​58

 

68.

Manuel Hobiger

DEU

55

 

84.

Thorsten Zirkel

DEU

51

 

119.

Rudi Mewes

DEU

45

 

132.

Andy Östreich

DEU

40

 

132.

Marie-Louise Finck

DEU

40

 

138

Pascal Bothe

DEU

38

 

147.

Eva Weingart

DEU

31

 

152.

Hartmut Drebing

​DEU

​25

 

Doppelmeisterschaft

Im Doppelquiz konnten sich dieses Jahr Kevin Ashman und Pat Gibson ihren insgesamt fünften gemeinsamen Titel sichern. Mit 75 von 100 möglichen Punkten hatten sie 2 Punkte Vorsprung auf David Stainer und Olav Bjortomt auf dem 2. Platz. Den dritten Platz erreichten Didier Bruyère und Ian Bailey (70 Punkte).

Im Doppel mit der Kroatin Dorjana Sirola landete Holger Waldenberger auf dem sechsten Platz (63 Punkte). Knapp dahinter landete Sebastian Klussmann, der dieses Jahr mit dem US-Amerikaner Mark Ryder spielte (60 Punkte). Bei insgesamt 77 startenden Paaren landeten die weiteren Teams mit deutscher Beteiligung auf den Plätzen 47 (Manuel Hobiger und Thorsten Zirkel; 44 Punkte), 61 (Marie-Louise Finck und Rudi Mewes; 36 Punkte), 64 (Andy Östreich mit dem Ungarn Gábor Hacsek; 36 Punkte), 66 (Pascal Bothe mit dem Franzosen Jérôme Vachet; 38 Punkte) und 76 (Eva Weingart und Hartmut Drebing; 20 Punkte).

Teamquiz

Die Rekordsieger vom Team Broken Hearts konnten sich dieses Jahr zum fünften Mal den Sieg im Teamquiz sichern. Ian Bayley, Olav Bjortomt, Mark Grant und Didier Bruyère erreichten 81 Punkte und somit einen mehr als das zweitplatzierte belgische Team Clockwork (Tom Trogh, Bart Permentier, Erik Derycke und Marnix Baes). Holger Waldenberger konnte sich mit seinen Kollegen im Team Europalia (Dorjana Sirola, Derk de Graaf und Thomas Kolåsæter) mit 78 Punkten den Bronzerang sichern.

Die übrigen Teams mit deutscher Beteiligung landeten bei 38 teilnehmenden Teams auf folgenden Plätzen:

8.

NATO:

Sebastian Klussmann, Andy Tucker (SCO), Igor Habal (EST), Mark Ryder (USA)

72 Punkte

22.

Orange is Delft's New Blue:

Manuel Hobiger, Thorsten Zirkel, Céline Marlot (FRA), Jérôme Vachet (FRA)

56 Punkte

34.

Last but not least:

Eva Weingart, Hartmut Drebing, Keith Marshall (ENG), Gábor Hacsek (HUN)

56 Punkte

36.

My Favourite Team:

Marie-Louise Finck, Pascal Bothe, Rudi Mewes, Andy Östreich

40 Punkte



Fazit

Aus deutscher Sicht waren die Ergebnisse des Wochenendes im Vergleich zu den vergangenen Jahren sicherlich etwas enttäuschend, auch wenn es auch positive Lichtblicke gab und der Spaß nicht zu kurz kam.

Für das nächste Jahr plant die IQA ein ganz besonderes Event: Anfang November 2016 soll in Athen die erste Quizolympiade stattfinden, die sich vom Konzept her an der EQC anlehnt, aber auch Quizzern aus anderen Kontinenten offensteht und somit auch gleichzeitig die erste Teamweltmeisterschaft sein wird.